Zusatzbeiträge: 78 Prozent der Bundesbürger wünschen sich von ihrer Krankenkasse gute Leistungen statt Billig-Tarife

15. Dezember 2014

Die Schwenninger liegt mit Zusatzbeitrag von 0,8 Prozent unter dem Durchschnitt aller Kassen

Die Bundesbürger sehen den aktuellen Wettlauf der gesetzlichen Krankenversicherungen um günstige Zusatzbeiträge mit Argwohn: 78 Prozent sind der Überzeugung, dass die Kassen bei ihren Kunden mit guten Leistungen statt mit geringen Beiträgen punkten sollten. 83 Prozent halten zudem langfristig stabile Beiträge für wichtiger als kurzfristige Senkungen. Drei von vier Deutschen schließen zudem einen Wechsel zu einer günstigeren Kasse im kommenden Jahr aus. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Schwenninger Krankenkasse unter 1.000 Bundesbürgern.


"Gesundheit ist das höchste Gut. Diese alte Volksweisheit droht bei der derzeitigen Diskussion um die Zusatzbeiträge in Vergessenheit zu geraten", sagt Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse. "Die Kassen sollten in der Zukunft weiter über einen Leistungswettbewerb miteinander konkurrieren. Es schadet der gesetzlichen Krankenversicherung und ihren Mitgliedern, wenn Beiträge kurzfristig künstlich niedrig gehalten werden, nur um Kunden von anderen Kassen zu gewinnen."


Die Schwenninger Krankenkasse wird 2015 mit einem Zusatzbeitrag von 0,8 Prozent (Gesamtbeitrag 15,4 Prozent) leicht unter dem Durchschnitt liegen. Im Gegensatz zu anderen Kassen hat die Schwenninger ihre freiwilligen Leistungen für Gesundheitsvorsorge und Prävention nicht zusammengestrichen, sondern sogar noch weiter verbessert.


"Dem Verwaltungsrat der Kasse ging es bei der Beitragsfestlegung vor allem um langfristige finanzielle Stabilität", sagt Berthold Maier, Verwaltungsratsvorsitzender. "Im Sinne der Versicherten haben wir in unserer Sitzung am 15. Dezember diesen Beitragssatz beschlossen. Bei der Schwenninger haben wir schon heute die Entwicklung der kommenden Jahre genau im Blick. So rechnen wir 2015 mit Ausgaben von knapp 807 Mio. Euro. Das sind 31,5 Mio. mehr als 2014. Dafür gilt es Vorsorge zu treffen", so der Versichertenvertreter.


76 Prozent der Bundesbürger sind überzeugt, dass die Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung in den kommenden drei Jahren insgesamt steigen werden. Interessant: Die Befragten halten ein solides Wirtschaften der Kassen mit langfristig stabilen Tarifen sogar für noch wichtiger als einen günstigen Beitrag. Weit vorn im Ranking liegen allerdings die gute Versorgung im Krankheitsfall sowie gute Leistungen im Bereich Gesundheitsvorsorge und Prävention.

 

Studienergebnisse zum Thema "Zusatzbeiträge" (PDF)



Zusatzbeiträge: 78 Prozent der Bundesbürger wünschen sich von ihrer Krankenkasse gute Leistungen statt Billig-Tarife

Bild zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.


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