Die Debatte: GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK

15. Oktober 2014

Schwenninger Krankenkasse fordert Schulfach Gesundheit

Gesellschaftspolitisch führen Prävention und Gesundheitsförderung nach wie vor ein Schattendasein. Politik, Mediziner und auch Krankenkassen beschäftigen sich eher mit der akuten Behandlung von Erkrankungen und deren Nachsorge. Bei der Veranstaltung GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK der Schwenninger Krankenkasse diskutierten Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, und Professor Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, über die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie Möglichkeiten, die Gesundheitsvorsorge zu stärken.

 

Staatssekretärin Fischbach betonte in Hinblick auf den zu erwartenden Entwurf eines Präventionsgesetzes: "Prävention muss in allen Lebensbereichen ansetzen, in der Kita, der Schule, aber auch am Arbeitsplatz und im Pflegeheim. Wir wollen die gesundheitliche Prävention stärken und werden noch in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen."

 

"Die beste Prävention ist die Lust auf die eigene Zukunft", beschrieb Professor Rosenbrock seine Vorstellung von Gesundheitsvorsorge. Die Chancen auf ein langes und gesundes Leben korrelierten jedoch immer noch stark mit der sozialen Herkunft. „Die sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen führt in Deutschland dazu, dass Menschen an oder unter der Armutsgrenze mehr als zehn Jahre kürzer leben als Wohlhabende. Deshalb sollten sozial benachteiligte Gruppen im Zentrum der Bemühungen moderner Prävention und Gesundheitsförderung stehen."

 

Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse: "Die Grundlage für ein gesundes Leben wird in der Kindheit gelegt. Deshalb müssen wir vor allem Kinder und Jugendliche besser dabei unterstützen, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Wir schlagen die Einführung eines Schulfaches Gesundheit vor. Nur durch ein eigenständiges Schulfach ist gewährleistet, dass Kinder und Jugendliche – unabhängig von Geschlecht, Herkunft, familiärem und sozialem Hintergrund – das Fachwissen und die Kompetenzen erwerben, die für eine gesunde Lebensführung wichtig sind."

 

Eine aktuelle Studie zum Thema Prävention mit dem Titel "Zukunft Gesundheit 2014 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt" (PDF) finden Sie hier: http://www.die-schwenninger.de/PraeventionsStudie 



Sprachen über Anforderungen an moderne Präventionspolitik: Professor Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Moderator Gerhard Schröder (Deutschlandfunk), Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, und Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes des Schwenninger Krankenkasse (v.l.n.r.).

Bild zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.

Die Debatte beginnt: Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse, begrüßt Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Moderator Gerhard Schröder vom Deutschlandfunk sowie Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (v.r.n.l)

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Ingrid Fischbach und Rolf Rosenbrock sprachen bei „Gesundheit zum Frühstück“ über die Herausforderungen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung.

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Rolf Rosenbrock (li.) diskutiert engagiert und ist der festen Überzeugung: "Die beste Prävention ist die Lust auf die eigene Zukunft"

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Staatssekretärin Ingrid Fischbach im Gespräch mit Siegfried Gänsler, Vorstandsvorsitzender der Schwenninger.

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