Die Debatte: GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK

09. November 2016

Sicher, wirksam und bezahlbar – Wie gestalten wir die Arzneimittelversorgung der Zukunft?

Berlin – Die Arzneimittelversorgung in Deutschland steht auf dem Prüfstand. Mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz will die Bundesregierung die Versorgungssicherheit auf der einen und die Finanzierbarkeit von Arzneimitteln auf der anderen Seite stärken. Heftig umstritten ist zudem der Versandhandel für verschreibungspflichtige Medikamente. Darüber diskutierten heute bei der Veranstaltung GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK der Schwenninger Krankenkasse Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit, und Clemens Kaiser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH.

 

Lutz Stroppe brachte die wesentlichen Inhalte der aktuellen Arzneimittelrechtsreform auf den Punkt: „Mit dem GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz sorgen wir dafür, dass sich die Patientinnen und Patienten in Deutschland auch in Zukunft auf einen schnellen Zugang zu neuen Arzneimitteln verlassen können. Gleichzeitig müssen wir die langfristige Finanzierbarkeit unseres Gesundheitswesens im Blick behalten. Deshalb werden beispielsweise die Ausgaben für besonders hochpreisige neue Arzneimittel mit der geplanten Umsatzschwelle begrenzt, zugleich bleibt den Patienten damit aber der Zugang zu innovativen Arzneimitteln erhalten.“

 

Clemens Kaiser unterstrich die Bereitschaft der Pharmaindustrie, eine sichere, moderne und bezahlbare Arzneimittelversorgung zu gewährleisten: „Wir stehen in Deutschland heute und in Zukunft für eine breite, sichere Versorgung mit Arzneimitteln, angefangen von Innovationen und Wirkstoffen für seltene Erkrankungen bis hin zu Generika und leisten damit einen Beitrag zur Bezahlbarkeit des Gesundheitswesens.“

 

Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse, machte deutlich: „Ich habe große Sorge, dass die Preise für Arzneimittel in Zukunft drastisch steigen. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für Medikamente sind heute schon so hoch wie die Kosten der gesamten ärztlichen Behandlung. Wir Krankenkassen haben den Auftrag, im Sinne unserer Versicherten dafür zu kämpfen, dass Medikamente bezahlbar bleiben, und das bei gleichbleibender oder besser noch steigender Qualität.“

 

Podcasts "Wir wollen's wissen": Die Arzneimittelversorgung auf dem Prüfstand

 

Hören Sie jetzt die Interviews:

 

 

 



Über die Zukunft der Arzneimittelversorgung diskutierten Lutz Stroppe, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Clemens Kaiser, Vorsitzender der Geschäftsführung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Moderatorin Rebecca Lüer vom SWR und Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse (v. l. n. r.).

Bild zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.

Siegfried Gänsler verwies auf die steigenden Arzneimittelausgaben und machte sich für mehr Wettbewerb in der Arzneimittelversorgung stark. Qualität und Wirtschaftlichkeit schlössen sich nicht aus.

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Staatssekretär Lutz Stroppe erläuterte die Inhalte des Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetzes, das diese Woche in den Bundestag eingebracht wird.

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Der Deutschland-Chef von Sanofi-Aventis, Clemens Kaiser, warb für eine stärkere Berücksichtigung des Therapieerfolgs bei der Vergütung von Arzneimitteln.

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Vertreter von Krankenkassen, Verbänden, Medien, Politik und der Pharmabranche verfolgten die Debatte.

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