Debatte GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK erörtert Zukunftsfragen der Gesundheitsversorgung

05. Februar 2013

Die Schwenninger Krankenkasse veranstaltete erstmals eine gesundheitspolitische Gesprächsrunde in Berlin

Villingen-Schwenningen/Berlin, 5. Februar 2013 - Zu einem parlamentarischen Frühstück
konnte Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse,
zahlreiche Vertreter aus der Gesundheitsbranche begrüßen. Neben Abgeordneten des
Deutschen Bundestages, Vertretern der Verbände sowie Journalisten und Redakteuren von
Fachpublikationen waren in der vergangenen Sitzungswoche auch der
gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn MdB, sowie
der Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, in das Restaurant
Tucher am Brandenburger Tor gekommen. Moderiert wurde die Runde vom Berliner
Wirtschaftskorrespondenten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Andreas Mihm.

Mit dem neuen Gesprächsformat will die Schwenninger Krankenkasse regelmäßig über
aktuelle gesundheitspolitische Themen diskutieren. "Uns ist der Austausch mit allen
Playern im Gesundheitssystem wichtig. GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK bildet eine gute
Gelegenheit, unmittelbar und ungezwungen miteinander ins Gespräch zu kommen", so
Gänsler, der sich über die sehr gute Resonanz der ersten Veranstaltung sichtlich
freute.
Den Auftakt bildete das Thema Finanzierung. Unter der Überschrift "Der Überschüsse
überdrüssig: Wohin mit den Milliarden des GKV-Systems?" diskutierten die Referenten
zusammen mit den Gästen Möglichkeiten einer nachhaltigen und zukunftsfesten
Finanzierung des Krankenversicherungssystems. Politiker Jens Spahn machte zu Beginn
deutlich, dass er keinesfalls der Überschüsse überdrüssig sei, ganz im Gegenteil:
"Wir müssen die Überschüsse mit in die kommende Wahlperiode nehmen - nur so haben wir
eine Chance, ohne neue Kostendämpfungsgesetze durch die nächste Legislatur zu
kommen." Der Ökonom und Sozialversicherungsexperte Bernd Raffelhüschen wies darauf
hin, dass die Sicherstellung einer Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau, wie wir
sie bisher gewöhnt sind, dauerhaft nur durch die Einführung einer Gesundheitsprämie
zu gewährleisten sei: "Wir müssen die Dynamik aus den Beiträgen rausnehmen, wir
müssen das System für die wenigen Jungen anpassen - das geht nur über eine
Pauschale."

Siegfried Gänsler verdeutlichte, dass die gegenwärtig vermeintlich gute
Finanzsituation einzelner Krankenkassen und des Gesundheitsfonds keineswegs über den
grundlegenden Handlungsbedarf hinwegtäuschen dürfe. "Jetzt ist die Gelegenheit, die
Weichen für eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems zu stellen. Die
demografische Entwicklung sowie der medizinisch-technische Fortschritt werden die
Kosten weiter steigen lassen. Wir dürfen uns deshalb nicht auf den Überschüssen
ausruhen", unterstrich der Kassenchef.



Von links nach rechts: Jens Spahn MdB, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Moderator Andreas Mihm (FAZ), Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Direktor des Forschungszentrums Generationenverträge der Universität Freiburg und Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes des Schwenninger Krankenkasse. Im Vordergrund, zweiter v. rechts: Jürgen Beetz, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Schwenninger Krankenkasse.

Bild zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.


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