Studie: Mehrheit der Männer geht nie ohne Styling aus dem Haus

11. April 2018

Schöne Haut ist mehr als reine Kosmetik

Deutschlands Männer legen mittlerweile fast genauso viel Wert auf gutes Aussehen wie Frauen. So geben 55 Prozent der Männer an, dass sie „niemals ohne Styling aus dem Haus gehen“. Bei den Frauen liegt die Quote mit 56 Prozent nur minimal höher. Auch in Sachen Eitelkeit herrscht weitgehend Einigkeit: So sagen 87 Prozent der Frauen, dass Männer mittlerweile „genauso eitel sind wie Frauen“. Bei den Männern sind immerhin noch 74 Prozent dieser Ansicht. Das sind die Kernergebnisse der repräsentativen Studie „Gesunde Schönheit“ der Schwenninger Krankenkasse. Befragt wurden dafür 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren.

 

Um schön zu sein, setzen Männer und Frauen vor allem auf die Pflege ihrer Gesichtshaut. Wie sie dabei konkret vorgehen, unterscheidet sich allerdings deutlich: Während mehr als die Hälfte der Frauen auf Gesichtsmasken, Make-up und Peelings schwört, sind Männer deutlich weniger aktiv. Wenn überhaupt, verzichten sie auf bestimmte Lebensmittel (24 %), meiden die Sonne (21 %) oder verwenden Anti-Falten-Cremes (16 %). Lediglich in einem Punkt stimmen beide Geschlechter überein: Mehr als 80 Prozent bemühen sich, ausreichend zu trinken, um ihre Haut schön zu halten.

 

Vor allem jüngere Menschen reduzieren das Thema gepflegte Haut jedoch oft auf „Schönheit aus der Tube“. So geben fast 40 Prozent der 18- bis 34-jährigen offen zu, dass sie „mehr Geld für Schönheitsprodukte ausgeben als für gesunde Ernährung“. „Viele Jüngere denken bei schöner Haut nur an Kosmetik“, sagt Thies-Benedict Lüdtke, Ernährungsexperte der Schwenninger Krankenkasse. „Mindestens ebenso wichtig ist aber eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Dadurch führen wir unserer Haut eine Vielzahl an Schönheits-Baustoffen zu.“

 

Fehlen dem Körper zum Beispiel bestimmte Vitamine, kann sich das an der Haut bemerkbar machen. Zu wenig Vitamin E kann zu trockener Haut führen, zu wenig Vitamin B2 Hautrisse begünstigen und zu wenig Vitamin C sogar Hautentzündungen verursachen. Was viele nicht wissen: In den Griff bekommen lassen sich Hautentzündungen auch durch die ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren. Diese hemmen nämlich Entzündungen und kommen zum Beispiel in Rapsöl und fettem Seefisch wie Hering vor. Das Problem: Unser Körper verarbeitet die „guten“ Omega-3-Fettsäuren auf demselben Stoffwechselweg wie die „schlechten“ Omega-6-Fettsäuren. Diese können Entzündungen fördern statt hemmen und sind in vielen fettreichen Wurstsorten enthalten. Es kommt also auf das richtige Verhältnis an. „Ich empfehle deshalb, ein bis zweimal pro Woche Fisch zu essen und gleichzeitig fettreiche Wurstsorten durch magere zu ersetzen“, so Thies-Benedict Lüdtke. „Das dankt die Haut.“

 

Mehr Informationen:

 

Umfrage Gesunde Schönheit (PDF)



Bild zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.


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