Gegen Cybermobbing & Co: Social-Media Seminare für Pädagogen

22. November 2018

Unter dem Titel „Social Media – digitale Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen“ fanden am 8. und 22. November in der Zentrale der Schwenninger Schulungen für pädagogische Fachkräfte statt.

Villingen-Schwenningen – Referenten der Medienakademie Baden-Württemberg schulten insgesamt 34 Schulsozialarbeiter von Grund- und weiterführenden Schulen sowie pädagogische Mitarbeiter von Jugendeinrichtungen des Schwarzwald-Baar-Kreises und angrenzender Orte im Umgang mit digitalen Medien.

 

Die Teilnehmer erhielten zunächst eine Einführung in kindliche und jugendliche Medienwelten. Insbesondere soziale Netzwerke wie WhatsApp, YouTube, Instagram, Snapchat und musical.ly wurden dabei näher unter die Lupe genommen. Typische Fragen aus dem Bereich Daten- und Persönlichkeitsschutz waren ebenso Thema wie Cybermobbing sowie der professionelle Umgang mit problematischer und exzessiver Mediennutzung und deren Früherkennung.

 

Es folgten Workshops zu den Themen "Smartphones", "Apps", "WhatsApp" und "Online-Profile". Damit lernten die Teilnehmer auch Methoden und Tools kennen, die sie in Zukunft für eigene kleine Medienprojekte ihrer Schüler und Jugendgruppen nutzen können.

 

Medienkompetenz stärken

 

„Mit unserem Angebot möchten wir pädagogische Fachkräfte schulen, Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche zu vermitteln. Denn meist ist nicht der generelle Umgang mit dem Smartphone problematisch, sondern der unbedarfte“, erläutert Susanne Rieger, Referentin Gesundheitsförderung der Schwenninger Krankenkasse, die die Seminare finanziert hat.

 

„Für manche Jugendliche ist die ständige Erreichbarkeit zur Belastung geworden. Gerade Pädagogen sollten wissen, wie sie Jugendliche hier richtig unterstützen können. Technisches Wissen über das eigene Gerät und der richtige Umgang mit dem Internet sind das A und O für eine gesunde Nutzung“, so Riegger weiter, die das Projekt zusammen mit der Medienakademie Baden-Württemberg initiiert hat.

 

Die Auswirkung von Smartphone & Co auf Jugendliche macht die aktuelle Umfrage der Schwenninger deutlich: In der gemeinsam mit der Stiftung „Die Gesundarbeiter“ in Auftrag gegebenen Studie „Zukunft Gesundheit 2018 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt“ bekannte jeder Dritte, sich durch digitale Medien gestresst zu fühlen. Jedes zweite „Stress-Opfer“ sieht sich zudem außer Stande, etwas gegen den Druck digitaler Medien zu tun.

 

Bei dem Seminar aus der seit 2016 laufenden Projektreihe „Medienkompetenz in der Gesundheitsförderung“ der Schwenninger handelt es sich um eine Multiplikatoren-Schulung. Da die sozialpädagogischen Fachkräfte zumeist für mehrere Schulen und soziale Jugend-Einrichtungen zuständig sind, profitieren gleich mehrere Einrichtungen vom neu erworbenen Wissen der Teilnehmer.

 

Die Studie "Zukunft Gesundheit 2018 – Jungen Bundesbürgern auf den Puls gefühlt" (PDF) finden Sie hier.





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