„Fit von klein auf“ in der Kita Lummerland: Projekt soll Gesundheit der Kinder stärken

24. Mai 2017

Die Schwenninger Krankenkasse vermittelt Grundlagen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Entspannung.

Ansbach – Die Kindertagesstätte „Lummerland – Eine Insel für Kinder“ in der Martin-Leder-Straße möchte die Gesundheitsförderung mehr in den Kita-Alltag integrieren. Hierbei unterstützt ab sofort die Schwenninger Krankenkasse. Mit „Fit von klein auf“ sollen Kinder unter professioneller Anleitung ein Jahr lang für gesunde Ernährung sensibilisiert werden sowie verschiedene Möglichkeiten der Bewegung und Entspannung kennenlernen. Letztere gewinnt aufgrund der zunehmenden Reizüberflutung durch elektronische Medien immer mehr an Bedeutung. Das Projekt startete im Mai und ist Teil der Initiative der Betriebskrankenkassen zur Förderung der Gesundheit von Kindern.

 

„Die Grundlagen für einen gesunden Lebensstil sollten so früh wie möglich gelegt werden, idealerweise schon im Kleinkindalter. Gesundheitsschädigende Verhaltensweisen haben sich noch nicht gefestigt, die Kinder sind offen für neue Erfahrungen und orientieren sich gerne am Vorbild“, sagt Edith Schuster, Referentin Gesundheitsförderung bei der Schwenninger.

 

Eltern und Erzieher werden einbezogen

 

„Fit von klein auf“ in der Kita Lummerland besteht aus den drei Bausteinen Bewegung, Entspannung und Ernährung. Diese dauern jeweils vier Monate. Jeder Baustein beginnt zunächst mit einer Fortbildung für die Erzieher, die durch ihren engen Kontakt zu den Kindern eine wichtige Schlüsselrolle einnehmen. Ergänzt wird dies durch einen Workshop für die Eltern. Entscheidend ist, dass auch nach Projektende sowohl in der Kita als auch zu Hause eine ganzheitliche Gesundheitserziehung erfolgt.

 

Projekt startet mit Baustein über Bewegung

 

Am 22. Mai startete der Baustein über Bewegung. In den kommenden vier Monaten erwartet die Kinder unter anderem ein „Laufparcours“ sowie ein Zirkeltraining zu Pferd. Begleitet werden die Aktionen unter anderem vom Präventiv- und Reha-Zentrum medi-ANsbach. Darauf folgt der Baustein Entspannung, in dem die Kinder Entspannungstechniken wie autogenes Training, Yoga, Traumreisen oder progressive Muskelrelaxation kennenlernen werden. Im letzten Baustein über Ernährung werden die Kinder unter anderem Milch zu Butter schütteln, Obstspieße herstellen und Gemüse anpflanzen.

 

Manuela Höhn, Leiterin der Kindertagesstätte, ist von „Fit von klein auf“ überzeugt: „Das Projekt vermittelt vor allem eines: Gesundheit macht Spaß. Genau darauf kommt es an, wenn wir Kindern einen gesunden Lebensstil aufzeigen möchten.“

 

Hintergrundinformation:

 

„Fit von klein auf“ ist ein Präventionsangebot nach dem sogenannten Setting-Ansatz. Gesundheitsfördernde Maßnahmen nach diesem Ansatz sollen Menschen direkt in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld ansprechen und erreichen – zum Beispiel in Kitas, Schulen oder Betrieben. Die gesetzlichen Krankenkassen können gemäß § 20 und § 20a SGB V Leistungen in der Primärprävention und der betrieblichen Gesundheitsförderung erbringen. Sie dürfen jedoch ausschließlich Maßnahmen durchführen und fördern, die den im „Leitfaden Prävention“ des GKV-Spitzenverbandes festgelegten Handlungsfeldern und Kriterien entsprechen. Im Juni 2015 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG). Dieses sieht unter anderem vor, dass die Kranken- und Pflegekassen künftig mehr als 500 Millionen Euro jährlich in entsprechende Maßnahmen investieren.



Maik Stannek vom Präventiv- und Reha-Zentrum medi-ANsbach (rechts) macht mit den Kindern spielerische Bewegungsübungen im Freien.


Alle Fotos zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.

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