Eltern lernen Erste Hilfe am Kind

13. Mai 2019

Volles Haus beim Kurs vom Malteser Hilfsdienst e.V. und der Schwenninger Krankenkasse

Villingen-Schwenningen. Die Sorge kommt spätestens mit der Geburt: Was ist, wenn es meinem Kind auf einmal ganz schlecht geht? Oder es einen Unfall hat? Die gute Nachricht: 20 Eltern konnten sich mit einem Kurs „Erste Hilfe am Kind“ auf Notsituationen vorbereiten. Am vergangenen Samstag, 11. Mai, hat die Schwenninger Krankenkasse in ihrer Zentrale in der Spittelstr. 50 in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst e.V. diesen wertvollen Workshop angeboten.

 

Die wichtigste Feststellung: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen, sondern müssen in vielen Fällen anders behandelt werden. Das fängt bereits bei der Psyche an. Einzelne Details, wie beispielsweise Gerüche, Geräusche oder das Verhalten von Helfenden, nehmen Babies und Kleinkinder intensiver als Erwachsene wahr. Verletzt sich ein Kind, müssen Erwachsene unbedingt und ganz besonders ruhig bleiben und beruhigend wirken. Denn Panik überträgt sich auf die Kleinen.

 

Als weiterer wesentlicher Punkt des Workshops wurden die unterschiedlichen Anforderungen bei lebensrettenden Sofortmaßnahmen beleuchtet. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist bei Säuglingen zum Beispiel anders als bei Erwachsenen, da die kleine Lunge und der kleine Brustbereich nur den Einsatz mit den Fingerspitzen erlauben und nicht dem Handballen. Der wiederum kommt bei Kleinkindern zum Einsatz – aber ohne mit den Fingern auf die Brust zu drücken.

 

In diesen und weiteren Fällen erklärte Tanja Harter, die sehr erfahrene Leiterin der Ersten Hilfe Ausbildung des Malteser Hilfsdienst e.V., wie das richtige Vorgehen aussieht. Zum Beispiel bei Verbrennungen, Vergiftungen, Knochenbrüchen, Bewusstlosigkeit, Insektenstichen, Atemstörungen (Verschlucken) sowie Pseudokrupp, Asthma und Allergien – die Liste der Themen ist ebenso wichtig wie umfassend.

 

Mindestens genauso relevant wie die Erste Hilfe am Kind ist die Prävention, damit es  gar nicht erst zu kleinen oder großen Unglücken kommt. Hier gab Harter konkrete Tipps zur Aufbewahrung von Reinigungsmitteln, dem Schutz elektrischer Geräte von der Steckdose bis zum Küchenherd sowie der Aufbewahrung von Spielzeug – Stichwort Verschlucken von Kleinteilen. Tipps, welche Erst-Hilfe-Utensilien man für den Notfall zu Hause haben sollte, erhielten die Teilnehmer natürlich auch.

 

Der Kurs ist Teil des Projekts „Gesunde Zukunft“ der Schwenninger Krankenkasse . Mit einer Vielzahl interessanter Kurse, Workshops und Webinaren werden werdende Mütter und Väter sowie Elternpaare im Rahmen des Projekts auf ihre neue Rolle vorbereitet. Das Angebot steht allen Interessierten offen, unabhängig davon, bei welcher Kasse die Krankenversicherung besteht.

 

Weitere Informationen zu Programm, Terminen und Veranstaltungsorten unter: https://www.die-schwenninger.de/service/aktuelles/veranstaltungen/

 

Interessierte können sich bei den Referentinnen für Gesundheitsförderung der Schwenninger Krankenkasse anmelden: Bei Kerstin Siebenmorgen unter 07720 - 97 27 51 28 6 oder bei Susanne Riegger unter 07720 - 97 27 51 21 7.

 





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