Die Debatte: GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK

28. März 2017

Schnell, effizient und zum Wohle des Patienten – Wie viel Digitalisierung verträgt unsere Gesundheit?

Berlin – Die Digitalisierung macht vor dem Gesundheitswesen nicht Halt. War eine Online-Sprechstunde vor Kurzem noch unvorstellbar, wird diese ab 1. April 2017 eingeschränkt möglich. Damit wird der Weg für Konzepte wie das der Online-Praxis Dr. Ed teilweise frei.
Gründer David Meinertz diskutierte heute im Rahmen der Veranstaltung GESUNDHEIT ZUM FRÜHSTÜCK der Schwenninger Krankenkasse mit dem zuständigen Fachpolitiker der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Heidenblut MdB, über Vorteile und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

 

David Meinertz hat seit 2011 manche Schlacht mit dem Gesetzgeber geführt: „Dabei ist unser Angebot nicht zwingend ein Ersatz für die reale Begegnung zwischen Arzt und Patient, sondern eine Ergänzung, die beispielsweise die medizinische Versorgung im ländlichen Raum stärkt. Dass die deutsche Gesetzgebung dieses Angebot derzeit noch schwächt, ist im Sinne vieler Patienten sehr bedauerlich."

 

Dirk Heidenblut beurteilt die fortschreitende Digitalisierung positiv: "Die Digitalisierung bietet große Chancen für einen besseren Zugang zur gesundheitlichen Versorgung. Mit dem E-Health-Gesetz sind wir mit der Videosprechstunde einen ersten wichtigen Schritt gegangen. Allerdings sind in diesem Zusammenhang auch noch Herausforderungen zu bewältigen, dazu gehört zum Beispiel eine Lockerung des Fernbehandlungsverbots."

 

Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse, differenziert: „Aus der Perspektive der Kassen ist die Digitalisierung Chance und Herausforderung zugleich. Sie schenkt Ärzten, Pflegepersonal und auch uns Kassen mehr Zeit für die Menschen – das ist der größte Vorteil. Sie fordert aber auch ein Konzept für einen wirksamen Datenschutz. Dafür werden wir zum Wohle der Patienten gemeinsam mit Politik und Ärzteschaft arbeiten.“

 

Mehr Informationen:

Umfrage „www statt Wartezimmer – Wie digital wird unsere Gesundheitsversorgung?“

 

Bilder in druckfähiger Auflösung.



Debatte zur Digitalisierung im Gesundheitswesen: Siegfried Gänsler, Vorsitzender des Vorstandes der Schwenninger Krankenkasse, David Meinertz, Gründer und Geschäftsführer der Online-Arztpraxis DrEd, Moderatorin Dr. Adelheid Müller-Lissner, Dirk Heidenblut MdB, Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für die Digitalisierung des Gesundheitswesen (v.l.n.r.)

Bild zur journalistischen Nutzung mit Nennung der Quellenangabe "Die Schwenninger" zum Abdruck frei.

Siegfried Gänsler sieht die Digitalisierung als Chance und Herausforderung, gerade für die Versorgung und Versorgungsforschung. Sie fordert aber auch ein Konzept für einen wirksamen Datenschutz.

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Dirk Heidenblut sieht mit der Videosprechstunde einen ersten wichtigen Schritt getan. Aber es müsse noch mehr Bewegung in die Digitalisierung des Gesundheitswesens kommen.

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David Meinertz erläutert die Arbeitsweise seiner in London ansässigen Online-Arztpraxis: „Trotz räumlicher Distanz entsteht ein Vertrauensverhältnis.“

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Wie viel Digitalisierung verträgt unsere Gesundheit? Siegfried Gänsler begrüßt die zahlreich erschienenen Gäste zu einer spannenden Debatte.

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